Harald Schumann über die „Innere Pressefreiheit“ in Deutschland (5:49)

Innere Pressefreiheit in Deutschland   Abstract In sehr vielen Redaktionen inkl. der öffentlich-rechtlichen gibt es keine innere Pressefreiheit, d. h. die Journalisten dürfen nur das recherchieren und schreiben, was deren Chefs für richtig halten.   Beschreibung Harald Schuman kritisiert die „innere Pressefreiheit“ in seiner Dankesrede bei Erhalt des Journalistenpreises „langer Atem“ 2010 in Berlin: Das Thema innere Pressefreiheit in den Redaktionen kommt in Deutschland zu selten zur Sprache. Es ist nicht so, dass sorgfältig recherchierte Artikel genau so in den Zeitungen erscheinen, wie sie geschrieben wurden. „Es kommt immer noch sehr häufig vor, dass Kollegen, die hervorragende Arbeit gemacht haben,

Wasserprivatisierung Bolivien: Weltbank wollte Regen privatisieren (9:53)

Wasserprivatisierung Bolivien Abstract Zugegeben, der Titel ist sehr plakativ, aber letztendlich kann man es tatsächlich so bezeichnen, dass sogar die Privatisierung des Regenwassers in Bolivien angestrebt wurde. An diesem Beispiel sieht man mehrere Dinge: die Folgen grenzenloser Privatisierung die unrühmliche Rolle der Weltbank, die – genau wie der IWF (Internationaler Währungsfonds) auch – Staaten mit Krediten „hilft“ und im Falle von Zahlungsschwierigkeiten tief in die Hoheitsrechte dieser eingreift und ihnen neoliberale „Strukturreformen“ aufoktroyiert Beschreibung Die Weltbank machte nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten u. A. die Wasserprivatisierung als Bedingung für weitere Kredite. 1999 erhielt die Firma Aguas del Tunari (welches zum milliardenschweren US-Konzern

TTIP, CETA und TISA

Ungleiche Debatte Unglaublich, mit welcher Vehemenz die „Debatte“ über TTIP, CETA und (eher weniger) über TiSA geführt wird. Debatte in Anführungsstrichen und „ungleich“, weil sich die Befürworter und Gegner sehr unterschiedlich verhalten. Die TTIP- und CETA-Gegner kritisieren diverse Punkte an dem was von dem Vertragswerk durchgesickert ist und die Art, wie die Verhandlungen geführt werden. Nicht alle aber viele Befürworter argumentieren weniger, als dass sie die Gegner verbal angreifen und in eine Schublade stecken. Es ist schon so, dass nicht alle Argumente, die die Gegner ins Feld führen, stichhaltig sind. Diese werden auch prompt von den Befürwortern in jedem Artikel